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Unser Erbe des digitalen Semesters

Digitales Corona Semester

Fragen über die Zukunft beschäftigen die Menschheit schon immer. Insbesondere seit dem Jahr 2020, in dem eine globale Pandemie die Weltbevölkerung mit einem Schicksal vereint hat, wird die Zukunft seit Tag eins dieser Corona Epoche stark und nachhaltig geprägt. Während in den Nachrichten der Fokus immer auf die gleichen Themen wie Wirtschaft, Impfstoff, Kindergärten und Schulen fiel, blieben die Studierenden stets unerwähnt trotz Online-Studium. Dies hat uns als Betreiber eines Blogs für Studierende motiviert, eure Einschätzungen und Wünsche hinsichtlich des Studiums in der Zukunft zu äußern.

Studierenden eine Stimme geben

Die fehlende Berichterstattung hat sich nicht verbessert, obwohl wir Studierenden unseren Alltag von heute auf morgen anpassen mussten und sich die gewohnte Struktur vom Hörsaal in den digitalen Raum verlagert hat. Von täglichen Online-Vorlesungen mit interaktiven Break-Out-Sessions zu Online-Examen mit schlechtem Internet.

Von aufgezeichneten Vorlesung ohne jeglichen Kontakt zu den Lehrenden bis hin zu mangelhafter Expertise seitens der Professor:Innen gegenüber den genutzten Programmen. (Zum Glück sind diese Problematiken nicht im Team von Zetartius aufgetreten.) Darüber hinaus, der fehlende persönliche Kontakt mit Kommiliton:Innen. Letztere für viele Studierende essenziell, um durch den stressigen Unialltag zu kommen.

Ein Résumé: Studieren während Corona

Wenn wir nun die letzten zwei Pandemie beeinflussten Semester Revue passieren lassen, stellen sich viele offene Fragen zu unserem zukünftigen Umgang mit dem Corona Erbe – im positiven sowie im negativen Sinne. Was sollten wir beibehalten? Welche digitalen Tools waren eine Bereicherung? Und abschließend: Was können wir von dieser Zeit persönlich mitnehmen und lernen? Um sich diesen vielschichtigen Fragen zu stellen, haben wir euren Input nutzen dürfen.

Eure gemeisterten Herausforderungen

Die größte Herausforderung war mit Abstand die lange Zeit vor dem Bildschirm. Wie oft man die letzten Monate wohl das Wort „Zoom“ gesagt hat? Ein Programm, welches seit Corona so viel Aufmerksamkeit geschenkt bekommen hat wie kein anderes. Da stellen sich viele von euch zu Recht die Frage, ob das denn alles gesund ist. Als Kind haben wir stets gelernt, nicht zu viel Zeit vor dem Fernseher zu verbringen, einige Jahre später kamen Laptop und Smartphones hinzu. Sollte nicht auch fürs Studium eine maximale Anzahl an Stunden vor dem Bildschirm verordnet werden?

Ein klassischer Unialltag bedeutet für viele zwei bis drei Vorlesungen am Tag: 5 Stunden plus 2 bis 3 Stunden Gruppenmeetings. Privat verbringen viele auch gerne die Zeit am Laptop mit Netflix und Co. Eine Antwort in unserer Umfrage auf Instagram findet eine Lösung für diese Herausforderung: Rechtzeitig Feierabend machen! Klingt einfacher als gedacht, aber nur so könnt ihr einen freien Kopf bewahren und mit frischer Energie in den neuen Tag starten – mit anderen Worten: Keep your Study-Life-Balance.

Was ihr vermisst habt

Bei diesem Thema hat sich schnell ein Konsens gebildet: Die Interaktionen zwischen Kommiliton:Innen, die heiligen Pausen zwischen den Vorlesungen, in denen man sich über Themen abseits der Uni austauschen kann. Das gemeinsame Mittagessen in der Kantine, oder Zusammenkünfte nach der Uni auf ein Bier oder einen Wein. Zugegebenermaßen hätte man dies digital fortführen können, aber wer möchte schon mit seinem Display anstoßen? Der digitale Raum kann diese essenziellen Interaktionen und Beziehungen unter den Studierenden nicht ersetzen – sie sind jedeoch auch Teil des Studiums!

Welche Dinge in der Zukunft bleiben sollten

Eine sehr positive Resonanz erhielten die aufgezeichneten Vorlesungen. Manche Themen versteht man nicht immer auf Anhieb, sodass binnen Sekunden schnell zurückgespult werden konnte. Nach der dritten oder vierten Wiederholung ist auch das schwierigste Modell verstanden! Des Weiteren ist es an manchen Tagen angenehm, die Vorlesung zu unterbrechen, kurz Pause zu machen, und dann weiter zu gucken und konzentriert Notizen zu machen. Die Kombination aus Offline und Online Vorlesungen könnte in der Zukunft vielen Studierenden zu Gunsten kommen. Sicherlich ist ein Hörsaal der perfekte Ausgleich zu dem. In anderen Worten: Hybrid-Vorlesungen sind in den kommenden Semestern stark erwünscht.

Wir danken vielmals allen Teilnehmer:Innen an der Umfrage und freuen uns auf weiteren Input für die Frage: Wie möchten wir in Zukunft studieren? Wie wir sehen, wird sich in der nahen Zukunft vieles ändern und positives aus den ersten zwei Semestern in unserem Alltag integrieren. Ob dieser zukünftige Alltag weiterhin geprägt sein wird von Corona, können wir bis dato leider nicht sagen.

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